Die Gründungsjahre   
Am 16.Februar 1784 wurde der junge Oberbergrat Heinrich-Friedrich Karl Reichsfreiherr vom und zum Stein zum Direktor des Märkischen Bergamtes zu Wetter ernannt. Er war zugleich Direktor des Bergamtes Ibbenbüren und der Mindener Bergwerks-Kommission und hatte darüber hinaus noch Sitz und Stimme bei der Berliner Bergwerks- und Hütten-Deputation, bei der Cleveschen Kriegs- und Domänenkammer und der Märkischen Kammer-Deputation. Ferner war er Kommissar bei der Fabriken-Kommission zu Hagen und bearbeitete die Versorgung des Kohlen-Magazins zu Ruhrort mit Märkischer Kohle. Die Leitung des gesamten Bergbaus im Westen der preußischen Monarchie lag somit in einer Hand. 

Im Jahre 1792 empfahl vom Stein eine Organisationsreform der westfälischen Bergverwaltung. Der zuständige Minister Freiherr von Heinitz legte den Vorschlag dem preußischen König Friedrich Wilhelm 11. befürwortend vor. Dieser erteilte am 25. Juni 1792 folgende »Ordre«:

„Mein lieber Etats-Minister Freiherr von Heinitz, Wenn es zur Verminderung de Personalis abzweckt, daß die zu Ibbenbüren und Minden etablirten Bergämter dem zu Wetter untergeordnet und dieses zum Westfälischen Oberbergamte ernannt werde, so will ich Eueren zu dem Ende unterm 24. dieses gethanen Vorschlag hiermit approbiren Lind Euch die deshalb weiter erforderlichen Verfügungen überlassen usw.
Charlottenburg, den 25. Juni 1792           
  F.W." 

Am 26. Juni 1792 wurde diese Weisung, durch eine entsprechende »Constitutions-Urkunde« umgesetzt und das Westfälische Oberbergamt zu Wetter gegründet.

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